Testen wie im Flug: Druckmesstechnik in der Luftfahrt

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Die Experten von Althen beraten nicht nur Kunden, sondern verbreiten ihr Know-how auch auf Messen und in Fachzeitschriften. Denn von professionellem Austausch profitieren alle.

Bereits im März erschien – anlässlich der Messtec & Sensor Master Kongressmesse in Stuttgart – ein Beitrag von ALTHEN im Magazin messtec drives Automation (GIT Verlag). Unter dem Titel „Was Flugzeuge und Autos gemeinsam haben“ befasst sich Joachim Ditthardt mit druckmesstechnischen Neuigkeiten für den Automobilsektor und die Luft- und Raumfahrt.

Testen wie im Flug – auch im Automotive-Sektor

Der Experte für Druckmesstechnik macht darauf aufmerksam, dass technische Weiterentwicklungen neue Messaufgaben und messtechnische Innovationen mit sich bringen, die idealerweise branchenübergreifend zum Einsatz kommen. So entsprechen Miniatur-Druckaufnehmer aus der Luft- und Raumfahrtindustrie ideal auch den Bedingungen bei Windkanalmessungen, mit denen man die Aerodynamik von Karosserien optimiert.

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Druckaufnehmer der Reihe XP, mit einer optionalen Schutzart von IP67 ausgestattet,
erlauben die Messung von Absolut- und Relativdrücken.

Möglichst klein und leicht sollen die Aufnehmer sein, dabei robust und gewappnet gegen hohe Temperaturen. Ditthardt untersucht den Aspekt „Genauigkeit trotz Hitze“ und stellt fest, dass dies wegen der vielen Autos mit Verbrennungsmotoren zentral bleiben wird, obwohl „das noch junge Feld der Elektromobilität (…) viele neue Testanordnungen mit sich bringt“.

Die miniaturisierte Druckaufnehmer-Familie EPRB ist
besonders geeignet für den Einsatz bei hohen Temperaturen.

 Ein typisches Beispiel für Messtechnik, die auf diesen Einsatzbereich hin entwickelt wurde, ist die Druckaufnehmer-Familie EPRB. Die miniaturisierten Aufnehmer (Durchmesser 12 mm, Gewicht 13–15 g) messen Drücke von flüssigen und gasförmigen Medien zwischen 0…1 und 0…350 bar. EPRB-Modelle kommen bei Tests an Verbrennungsmotoren für Pkws, Motorräder und Rennfahrzeuge zum Einsatz. Joachim Ditthardt erläutert im Detail auch den integrierten Temperaturfühler beim EPRB 3, den messtechnischen Umgang mit Temperaturdrifts – und wie der Einsatz im Automotive-Bereich wiederum „interessante Perspektiven für die Luft- und Raumfahrtindustrie“ eröffnet. Beim Fahrwerk von Flugzeugen und analog auch bei Helikoptern muss aus Sicherheitsgründen intensiv die Hydraulik getestet werden.

Ein besonders praktisches Feature des EPRB 3 ist der integrierte Temperaturfühler,
links im Bild als kleiner Vorsprung zu erkennen.

Ditthardt resümiert auch aus seiner Projekterfahrung: Obwohl die Konstruktionsaufgaben in der Automotive- und der Aerospace-Industrie sich im Großen unterscheiden, gibt es im Detail oft verblüffende Ähnlichkeiten. Das gilt vor allem beim Testen, wo immer wieder dieselben Messgrößen in unterschiedlichsten Zusammenhängen erfasst werden müssen. Weil die Automotive-Branche in Deutschland besonders breit aufgestellt ist, können Messtechnikanbieter, die für Automobilhersteller und deren Zulieferer arbeiten, sowohl auf geeignete Produkte, als auch auf fundierte Erfahrungen in der Entwicklung von kundenspezifischen Testszenarien zugreifen – und Unternehmen aus der Luft- und Raumfahrtbranche profitieren von diesem in Jahrzehnten gewachsenen Messtechnik-Know-how.

Erfahren Sie mehr zu messtechnischen Innovationen (speziell in der Automobil-, Luft- und Raumfahrtindustrie) sowie zur Druckaufnehmer-Familie EPRB und zur Reihe XP von Joachim Ditthardt, Verkaufsgebietsleiter für das Gebiet Süd-West und Schweiz, Telefon +49 (0)6195 70 06-20, joachim.ditthardt@althen.de.

Den gesamten Artikel in der Publikation ‘mexxtec drives Automation’ erhalten sie über den folgenden Link: Fachartikel Miniatur-Drucksensoren.

Lesen Sie weiter über Moderne Druckmesstechnik für kundenspezifische Messaufgaben und lernen Sie Joachim Ditthardt im Interview kennen.

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