Kraftmesssysteme bewähren sich bei Skisprungschanzen

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In der Fachpublikation elektro AUTOMATION / KEM – genauer gesagt, in deren aktuellem Special zu „Komponenten der Sensorik“ – erschien ein Beitrag von Althen zum „sportlichen“ Einsatz von Kraftaufnehmern. Speziell bei Skisprungschanzen, wo es auch im Wettkampf auf exakteste Ergebnisse in kleinsten Messbereichen ankommt, entfalten die kleinen Sensoren große Wirkung.

Ein erfahrener Projektpartner

Seit einiger Zeit arbeitet die Firma Althen im Bereich Wintersportanlagen mit der Peter Riedel GmbH zusammen – und verbindet damit die auf beiden Seiten vorhandene jahrzehntelange Erfahrung zum Nutzen der Anwender. Wie kam es zu dieser gewinnbringenden Kooperation?

Systeme von Peter Riedel sind in den Wintersportanlagen Nischny-Tagil und Tschaikowski (Russland) installiert, in Trondheim (Norwegen) und Sapporo (Japan) sowie in der Skisprungschanze im heimatlichen Oberwiesenthal (Erzgebirge). Riedel hatte die Idee, Sommer- und Winterspur direkt nebeneinander zu führen, für ganzjährig ähnliche Trainingsbedingungen. Ein großes Plus sind auch die exakten dynamometrischen Messungen, die mit seinem System möglich sind: Welche Kräfte setzt der Sportler im Bereich des Absprungs ein? Die Ergebnisse helfen, die Wettkampfleistung zu optimieren.

Rückenwind aus der Wissenschaft

Das Institut für angewandte Trainingswissenschaft (IAT) in Leipzig wiederum, ein weiterer wichtiger Projektpartner, arbeitet für solche dynamometrischen Messungen schon lange mit Peter Riedel zusammen. Das Verhalten des Springers direkt beim Absprung hat den größten Einfluss auf das Ergebnis; also wollte man die Beinarbeit des Springers möglichst genau erfassen, um das optimale Sprungverhalten zu ermitteln.

Riedels Idee für den Messaufbau: den Schanzentisch möglichst lückenlos mit Kraftaufnehmern zu versehen, um eine durchgängige Messkurve während des gesamten Absprungs zeichnen zu lassen. Für die praktische Umsetzung – den geeigneten Sensor – wandte sich das IAT an ALTHEN.

Als idealer Kraftaufnehmer erwies sich die Plattformwägezelle AOBU mit einem Messbereich 0…250 kg. Sie misst Zug- und Druckbelastung in einem Temperaturbereich zwischen minus 20 Grad Celsius und 80 Grad Celsius mit einem Temperatureinfluss von maximal 0,012 Prozent vom Messwert pro 10 Kelvin.

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Plattformwägezelle AOBU-250 in kundenspezifischer Ausführung, Produktlinie KRAFT.

Typische industrielle Anwendungen dieser Plattformwägezellen sind Serieneinsätze in Wäge- und Dosieranlagen sowie Füllstandsmesseinrichtungen und allgemeinen Kraftmesssystemen, für genaue Messungen bei niedrigen Kosten. Vor dieser Herausforderung stand auch Peter Riedel, denn sein Konzept setzte eine hohe Dichte, sprich: eine große Anzahl von Aufnehmern voraus.

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Die Sport-Dynamometrie profitiert hier von der Erfahrung, die Althen in der industriellen Messtechnik besitzt: In jeder Sprungschanze setzt Peter Riedel etwa 60 bis 80 der bewährten AOBU-Wägezellen ein – mit Erfolg für die gewünschten trainingswissenschaftlichen Befunde. Inzwischen werden die mit Riedels hochempfindlichem System gemessenen Daten auch für die Ermittlung von Laufzeiten genutzt. Ein Erfolg, auf den auch wir bei der  Firma Althen stolz sind.

Erfahren Sie mehr über neue Wege in der Sport-Dynamometrie, über die Plattformwägezelle AOBU-250 und die Produktlinie KRAFT von Thomas Richter, Verkaufsgebietsleiter Bayern/Österreich/Thüringen/Sachsen, Telefon +49 (0)6195 70 06-22, thomas.richter@althen.de.

Den gesamten Artikel in der Publikation ‘Komponenten der Sensorik’ erhalten sie über den folgenden Link: Fachartikel Kraftsensoren für Skisprungschanzen

www.althen.de/messsysteme/skisprungschanzen/

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